Dein Trigger = Dein Thema
- S LI
- 8. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Wie oft beobachten wir andere Menschen und fragen uns:
Warum verhält sie sich so?
Warum redet er in diesem Ton?
Was nimmt sie sich eigentlich heraus?
Wie kann man nur so sein?
Und ehe wir es merken, sind wir mitten in der Analyse des Gegenübers.
Bewerten. Interpretieren. Verurteilen.Ärgern uns.
Was dabei oft unbeachtet bleibt:
Was passiert gerade in mir?
Denn so sehr wir es manchmal wollen — den anderen werden wir nicht verändern.
Aber vielleicht war der andere nie das eigentliche Thema.
Aus systemischer Sicht sind andere Menschen oft wie ein Pfeil.
Ein Knopf. Ein Wegweiser zu etwas in uns, das gerade berührt wird.
Da ist vielleicht jemand, der ungefragt kommentiert, beobachtet, kontrolliert…
Zum Beispiel die Person, die beim Einparken plötzlich daneben steht und alles kommentiert verbal wie nonverbal.
Solange wir es als freundlichen Hinweis erleben, bleibt oft alles okay.
Doch in dem Moment, in dem es uns triggert, genervt macht oder innerlich explodieren lässt, wird es spannend.
Denn dann geht es häufig nicht mehr nur um den anderen oder die Situation.
Dann berührt etwas ein älteres Thema.
Vielleicht Grenzen.
Vielleicht Kontrolle.
Vielleicht das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Vielleicht das Gefühl, ständig bewertet zu werden.
Trigger sind oft keine Störung. Sie sind eine Einladung, genauer hinzuschauen.


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